Handelskammerjournal-Gotthard-Basistunnel
1. Jun 2016, Firmenportrait | Endress+Hauser

Trocken durch den Gotthard

Die Schweiz feiert die Fertigstellung des Gotthard-Basistunnels – und Endress+Hauser feiert mit! Der Schweizer Experte für Prozessautomatisierung liefert die Messtechnik für die Tunnel-Entwässerung.

Nach über zwanzig Jahren Planungs- und Bauzeit wurde der Gotthard-Basistunnel – mit 57 Kilometern der längste Eisenbahntunnel der Welt – fertiggestellt. Dank Endress+Hauser und einer ausgereiften Messtechnik für die Tunnel-Entwässerung kommen Besucher nun trocken durch den Gotthard.

Herausforderung und Lösung

Bis zu 2.300 Meter hoch türmt sich der Fels über dem Gotthard-Basistunnel. Die Konstruktion muss damit nicht nur hohem Bergdruck standhalten, sondern auch das Einsickern erheblicher Mengen Bergwasser verhindern. Damit der Tunnel trocken bleibt, wurden in den beiden einspurigen Röhren jeweils zwei Abwasserleitungen in der Tunnelsohle verlegt.

Das System trennt das (saubere) Bergwasser vom (meist ebenfalls sauberen) Schmutzwasser, das zum Abtransport von Verunreinigungen im laufenden Betrieb oder im Fall einer Havarie abgezweigt wird. Pro Tunnelröhre und Richtung werden in jeder Sekunde fünf Liter Schmutzwasser aus dem Tunnel befördert. In Auffangbecken an beiden Tunnelenden wird es gesammelt und auf Verunreinigungen kontrolliert.

Projekt mit Symbolcharakter

Die Messtechnik für die Tunnelentwässerung hat der Prozessautomatisierungs-Spezialist Endress+Hauser geliefert: Mit 180 teilweise explosionsgeschützten Messgeräten und drei Messpanels wird unter anderem folgendes ermittelt:

  • Durchflussmengen und Füllstände von Berg- und Schmutzwasser
  • Leitfähigkeit
  • pH-Wert
  • Trübung des Schmutzwassers

Für Stefan Bürki, der bei Endress+Hauser Schweiz das Projekt verantwortet, hat die Installation besondere Bedeutung: «Ich bin schon ein wenig stolz, bei diesem Jahrhundertprojekt dabei zu sein.»

(Bildquelle: © AlpTransit Gotthard AG)




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