Handelskammerjournal Unternehmen Zukunft (2/2)
02. Feb 2017, Wirtschaft | Digitalisierung

Unternehmen Zukunft: Transformation trifft Tradition (2/2)

Die Digitalisierung schreitet voran. Schweizer Unternehmen können sich durch Kooperationen und gut ausgebildete Fachkräfte stärken und so im digitalen Wandel bestehen. Zusätzlich unterstützt die Commerzbank mit Ihrer Initiative UnternehmerPerspektiven.

Unternehmen tun viel, um im digitalen Wandel nicht nur zu bestehen, sondern an der Spitze zu sein. Allerdings ist auch der Druck zur Digitalisierung in der Schweiz noch deutlich höher als in anderen Ländern.

Es fehlen Fachkräfte und Kooperation

Digitalisierung ist im Hochlohnland Schweiz von zentraler Bedeutung. Dadurch bleiben Unternehmen im globalen Wettbewerb konkurrenzfähig und können den Industriestandort attraktiv halten. Nur so lassen sich die dringend benötigten Mitarbeiter für den Wandel gewinnen.

Der Fachkräftemangel hierzulande droht allerdings die Transformation auszubremsen. Innovations- und Digitalisierungsvorhaben in den Unternehmen scheitern häufig an fehlendem Personal. Unternehmen versuchen das Problem zu lösen, indem sie sich um Spezialisten aus dem Ausland bemühen. Auch hier zeigt sich, dass ein Land alleine die Digitalisierung nicht stemmen kann. Dabei verschärft die beschlossene Einwanderungsbeschränkung den Mangel an digitaler Expertise zusätzlich.

Keine Scheu vor Zusammenarbeit

Und noch eine Herausforderung gilt es zu meistern: Innovationen werden in den seltensten Fällen von Einzelpersonen im vielzitierten stillen Kämmerlein entwickelt. Um sich an der Spitze der digitalen Transformation zu halten, braucht die Wirtschaft mehr Kooperation und mehr Dialog mit Experten, Hochschulen und auch mit Wettbewerbern. Viele Unternehmen machen es schon vor:

  • Die Schweizer Post hat sich im Silicon Valley sieben starke Partner gesucht, um neue Trends und gesellschaftliche Entwicklungen zu identifizieren.
  • Die Commerzbank hat den «main incubator» gegründet, um im Austausch mit Fintechs ihre Innovationskraft im Finanzdienstleistungsbereich zu steigern.

Doch Kooperation ist für viele Unternehmen auch mit Vorbehalten besetzt: Sobald es um die Entwicklung von Innovationen im Netzwerk geht, werden sie häufig skeptisch: siebenundvierzig Prozent der Unternehmen sagen über sich selbst, dass sie offener werden müssen für Kooperationen mit Wettbewerbern. Coopetition – zusammengesetzt aus den englischen Begriffen cooperation und competition – heisst diese Form des Austauschs und der Zusammenarbeit.

Vom Geldgeber zum Impulsgeber: Digitale Firmen brauchen Vernetzung

Dialog und Austausch – dazu will auch die Commerzbank ihren Beitrag leisten. Die Studie zeigt, dass sich die Rolle der Banken im digitalen Wandel verändert. Digitale Plattformen zur Abwicklung von Bankgeschäften und der Ausbau digitaler Kommunikationswege sind dabei nur die «must-haves».

Im Zentrum des Unternehmerinteresses steht der Wunsch nach neuen Impulsen. Die Finanzpartner sollen sich als kompetenter Gesprächspartner in der Digitalisierung erweisen und social networking ermöglichen: Jedes zweite Unternehmen erwartet von seinen Banken gezielt die Vermittlung von möglichen Kooperationspartnern. Sie hoffen dabei insbesondere auf Kontakte zu Start-ups. Mit den UnternehmerPerspektiven hat die Commerzbank bereits vor zehn Jahren eine Plattform geschaffen, um das Netzwerken zu unterstützen. Ihre Bilanz: Sechzehn Studien mit mehr als fünfhundert Veranstaltungen in Deutschland.

UnternehmerPerspektiven in der Schweiz

In der Schweiz haben wir nun schon vier eigene Studien veröffentlicht und vier grosse Dialogabende mit Unternehmern aus der Schweiz durchgeführt. Der Zuspruch wächst von Jahr zu Jahr und so konnten wir auch am 14. November wieder zu einer exklusiven Abendveranstaltung laden – diesmal in der atemberaubenden Event-Location des Aura in Zürich. In einem neuen interaktiven Arena-Format diskutierten Unternehmer für Unternehmer das hochaktuelle Thema der digitalen Transformation. Rund zweihundertfünfzig Schweizer Unternehmer waren der Einladung gefolgt.

Zu Gast auf dem hochkarätigen Panel waren unter anderem:

  • Sven Gohlke, Regionalvorstand Europa Commerzbank AG
  • Prof. Manfred Maus, Mitgründer der ObI-Organisation
  • Christoph Birkholz, Gründer und Managing Director Impact-Hub Zürich

Victor Calabro, Gründer, Inhaber und CEO Staff-finder Schweiz, sorgte als dynamischer Keynote-Speaker für bereichernde Einblicke in die spannende Welt der digitalen Transformation. Zum Abschluss des fachlichen Teils des Abends sorgte Simon Pietro, der weltweit bekannte iPad Künstler, für «verzaubernde» Momente. Danach gab es Raum für Networking beim exklusiven Flying-Dinner – mit interessanten Persönlichkeiten führender Schweizer Unternehmen aus den verschiedensten Branchen der Industrie.

Durch den Abend führte – wie bereits in den letzten zwei UnternehmerPerspektiven-Veranstaltungen – Beatrice Müller, Kommunikationstrainerin und Ex-Tagesschausprecherin SRG.

Wir freuen uns schon jetzt auf die Fortsetzung in 2017, wenn wir in Zürich wieder zu den UnternehmerPerspektiven einladen dürfen. Weitere Informationen zur Initiative: unternehmerperspektiven.de 

>> zum 1. Teil der Artikelreihe «Unternehmen Zukunft: Transformation trifft Tradition»

(Bildquelle: © kupicoo/iStockphoto)



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